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Eid Al Fitr

4. JUNI

1. SCHAWWAL 1440
 

Eid Al Fitr – mit der schönsten Kleidung, viel Freude und Besuchen feiern MuslimInnen den Abschluss des Fastenmonat Ramadans.

 

Das letzte Fastenbrechen. Es ist kurz vor dem Abendgebet, die Sonne liegt tief und in wenigen Minuten geht sie unter. Einen Monat haben Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt gefastet, Nahrung und Getränk entsagt, vom Beginn des Morgengrauens bis hin zum Ende der Abenddämmerung. Der Monat Ramadan, ein gesegneter Monat im Islam, neigt sich dem Ende zu und die Gefühle sind gemischt. Der Körper hat gefastet, manchmal kam einem das einfacher vor – manchmal schwieriger. Manchmal. Doch nicht nur er hat gefastet, sondern auch der Kopf – der Geist, der immer wieder daran erinnert wurde, dass das Fasten nicht nur daraus besteht, nichts zu essen und zu trinken – sondern mit den Gedanken zu fasten. Welche negativen Denkmuster habe ich und möchte ich ablegen? Wo hege ich Gefühle in mir, die nicht zum Guten aufrufen? Neid, Habgier, Missgunst – all das wird im Ramadan noch mehr offengelegt, weil Musliminnen und Muslime nicht abgelenkt sind mit Materiellem. Mein Ich wird entblößt – für mich. Es tut weh, sich selbst noch stärker kennenzulernen, und gleichzeitig auch gut – warum? Um ein besserer Mensch zu werden, Gutes zu hinterlassen und die Gesellschaft, ja die Menschheit ein Stückchen besser und lebenswerter zu gestalten.

Das letzte Fastenbrechen beginnt am Abend, das anschließende Fest in den frühen Morgenstunden. Nach dem Morgengebet findet das Festgebet in den Moscheen statt, wo Allah, also Gott, gedankt wird, dass man noch einen Ramadan erleben durfte, um sich von seinen Fehlern zu befreien und gestärkt in einen Neustart gehen zu dürfen.

Das Fest, Eid Al Fitr, ist ein wichtiger Feiertag für Musliminnen und Muslime weltweit und wird nach dem Fastenmonat über 3 Tage hinweg gefeiert. Bevor man in der Früh in die Moschee geht, um das Festgebet zu zelebrieren, vollziehen Musliminnen und Muslime eine spezielle Waschung, und kleiden sich in ihren schönsten Kleidern, so wie es der Prophet Muhammed getan hat. Ein freudiger Tag, der in voller Pracht erblüht und die strahlenden Gesichter der Menschen die Räume füllen! Nach dem Gebet wird gratuliert, umarmt und eine besondere Atmosphäre der Gemeinsamkeit und Gemeinschaft liegt in der Luft. Egal ob man die Personen kennt oder nicht, ein jede und jeder geht aufeinander zu und wünscht ein schönes Fest. Die Tage sind geprägt von Einladungen bei Familie und Freundinnen und Freunden, Kinder werden beschenkt, Nachbarn besucht und man unternimmt gemeinsame Ausflüge mit den Liebsten.

Doch warum die Freude? Es wird nicht gefeiert, dass plötzlich wieder unter Tags gegessen und getrunken werden darf, sondern vielmehr der Lichtblick, dass Musliminnen und Muslime Allah nähergekommen sind und auf seine Vergebung hoffen.

Tage der Hoffnung.

Tage des Miteinanders.

Tage des Auftankens: Bis zum nächsten Ramadan!

 

Interreligiöser Fact: Das Fasten verbindet Religionen, in allen monotheistischen Religionen erhält das Fasten eine spirituelle Komponente, welche zur Reflexion und bewussten Achtsamkeit einlädt.

MJÖ,CY

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