Die Österreichische Ordenskonferenz lädt am 7. September um 18.30 Uhr zum Gesprächsabend mit Abt Nikodemus Schnabel im Begegnungszentrum "Quo Vadis?" im Zwettlerhof, nahe dem Stephansplatz .
Der renommierte Ordensmann lebt seit zwei Jahrzehnten im Heiligen Land und leitet seit Februar 2023 die Jerusalemer Dormitio-Abtei.
Der gebürtige Deutsche trat 2003 in die Benediktiner-Abtei auf dem Berg Zion in Jerusalem ein. Nach seiner feierlichen Profess 2009 und der Priesterweihe 2013 promovierte er im selben Jahr an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Im Februar 2023 wurde er zum Abt der Dormitio-Abtei gewählt und im Mai desselben Jahres von Patriarch Pierbattista Pizzaballa benediziert. Als Konsultor der Wiener Stiftung PRO ORIENTE engagiert er sich zusätzlich.
Die Herausforderungen als Christ im Heiligen Land sind vielfältig. Abt Nikodemus Schnabel berichtet von einem bedauerlichen Anstieg von Hass und Gewalt gegenüber Christen. Zugleich erfährt er jedoch bedeutende Zeichen der Solidarität, die ihm Trost und Hoffnung schenken. Die doppelte Realität als Angehöriger einer religiösen Minderheit in Jerusalem ist für ihn spürbar. Er betrachtet die laufenden Entwicklungen im Land als wegweisend für die Zukunft.
Im Gespräch mit Christopher Paul Campbell, Leiter von "Quo vadis?" wird Abt Nikodemus Schnabel seine Erfahrungen als Christ im Heiligen Land teilen. Dabei wird er nicht nur Einblicke in seine Zeit als neuer Abt der Jerusalemer Dormitio-Abtei gewähren, sondern auch die Herausforderungen und den Zusammenhalt der unterschiedlichen Religionen im Heiligen Land beleuchten.