Der früherer Wiener Nuntiaturrat George Panamthundil hat am Samstag in Rom die Bischofsweihe empfangen. Weihespender beim Gottesdienst im Petersdom war Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Mitkonsekratoren waren die Kardinäle Baselios Cleemis Thottunkal aus Indien und Ruben Salazar Gomez aus Kolumbien. Papst Franziskus hatte im Juni den indischen Vatikandiplomaten zum Erzbischof mit dem Titularbischofsamt von Floriana sowie zum neuen Nuntius in Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan ernannt. Panamthundil wirkte von 2016 bis 2020 unter Nuntius Peter Stephan Zurbriggen (1943-2022) an der Nuntiatur in Wien. An den Feierlichkeiten in St. Peter nahm seitens der Österreichischen Bischofskonferenz deren Generalsekretär Peter Schipka teil.
Panamthundil wurde am 20. Mai 1972 in der Stadt Thiruvananthapuram im indischen Bundesstaat Kerala geboren. Am 18. Februar 1998 empfing er die Priesterweihe für die Erzdiözese Trivandrum im syro-malankarischen Ritus. Nach zwei Jahren als Gemeindepfarrer in seiner Heimat und dem Studium für orientalisches Kirchenrecht sowie an der Päpstlichen Diplomatenakademie in Rom trat Panamthundil am 1. Juli 2005 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein.
Seine Stationen als Diplomat im Auftrag des Papstes als Attaché, Nuntiaturrat oder Sekretär waren Costa Rica, Guinea, Mali, Irak, Jordanien, Österreich, die Apostolische Delegation in Jerusalem und Palästina sowie zuletzt seit 2021 Zypern. Panamthundil spricht fließend Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch.