Das Katholische Bildungswerk Wien (KBW) und der Katholische Akademiker/innenverband der Erzdiözese Wien setzen unter dem Titel "Am Jahrhundert lernen" von April bis Juni einen Themenschwerpunkt zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. "Es ist nicht nur die Aufgabe von Militärhistorikern und Politikwissenschaftler an dieses Ereignis vor 100 Jahren zu erinnern", so Gottfried Riegler-Cech vom Akademiker/innenverband zum Hintergrund der Veranstaltung. Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm soll zeitgeschichtliche, literaturwissenschaftliche, und theologisch-philosophische Zugängen zum Thema ermöglichen.
Als Auftakt findet am Freitag, 4. April 2014, in der Donaucitykirche in Wien das Symposium "Gott erhalte. Gott beschütze" statt. "Theologen, Historiker und Besucher werden sich mit der Rolle der Kirche und der Gläubigen zur Zeit des Ersten Weltkriegs beschäftigen", so Georg Radlmair, Direktor des KBW. Ziel ist es, über die politischen Umstände und die kriegsgeschichtlichen Ereignissen hinaus ein Stimmungsbild der Bevölkerung am Vorabend des Ausbruchs dieses Krieges zu zeichnen. Gefragt werde nach den überlieferten Glaubenshaltungen und dem Sittenbild dieser Zeit, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch.
Bis Ende Juni lädt zudem die fünfteilige Vortragsreihe "Zeitenwende 1914" u.a. mit Manfried Rauchensteiner und dem Germanisten Roland Innerhofer zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit dieser Zeit ein. Einen speziellen Aspekt bietet eine Exkursion zur Ausstellung "Jüdisches Leben und Sterben im Ersten Weltkrieg" ins Jüdische Museum Wien. In den pfarrlichen Bildungswerken im Bereich der Erzdiözese Wien werden unterschiedliche Veranstaltungen von Vorträgen über Workshops angeboten.