Samstag 25. April 2026

Schnellsuche auf der Website

20.03.2014

Caritas eröffnet Senioren- und Pflegehaus in Stadlau

"Vom Leben umgeben altern zu dürfen", so Caritasdirektor Landau, das soll das Haus St. Teresa ermöglichen. Es bietet Platz für 136 Bewohner, die in Wohngemeinschaften zusammenleben.

Mit dem Haus St. Teresa hat die Caritas am Donnerstag, 20. März 2014, einen neuen und modernen Ort für ältere und pflegebedürftige Menschen in Wien eröffnet. Das Haus bietet Platz für 136 Bewohner und realisiert als erstes Pfleghaus der Caritas der Erzdiözese Wien das "Hausgemeinschaftsmodell", in dem bis zu 14 Menschen in einer Wohngemeinschaft zusammenleben. Die Caritas wolle damit ihr Engagement für alte Menschen ausbauen, denn "das menschliche Antlitz einer Gesellschaft offenbart sich vor allem auch darin, wie in dieser Gesellschaft mit alten Menschen und mit Menschen am Ende ihres Lebens umgegangen wird", sagte der Wiener Caritasdirektor Michael Landau bei der offiziellen Eröffnung. Ziel sei es, Menschen die Möglichkeit zu geben, umgeben von Leben altern zu dürfen.

 

Modell "Hausgemeinschaft"

Das vom Fonds Soziales Wien (FSW) geförderte Wohn- und Pflegehaus ist im neuen Stadtteil "Base 22" eingebettet, dem Generationenwohnen in Stadlau. Die Nachbarschaft zu Kindergarten und Studentenheim sowie der gemeinsame Garten im Zentrum der Wohnanlage sollen für Begegnung über Generationen hinweg sorgen. Das Konzept der Anlage folgt dem "Hausgemeinschaftsmodell": in elf Wohngemeinschaften leben bis zu 14 Menschen. Neben dem eigenen Zimmer bilden eine großzügige Wohnküche und ein Wohnzimmer das Zentrum der Einheiten.

 

Die Eröffnung des Hauses sei ein weiterer Schritt in der Umsetzung des Wiener Geriatriekonzeptes, das die wohnortnahe Betreuung und Pflege nach modernsten baulichen, medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Standards in den Mittelpunkt stelle, betonte Sonja Wehsely, Gesundheits- und Sozialstadträtin in Wien.

 

Die Caritas unterstützt ältere Menschen und ihre Angehörigen mit einem vielfältigen Angebot unter dem Motto "Hilfe, individuell und auf Augenhöhe". Das Angebot reicht von Beratung für Betroffene und Angehörige, Heimhilfe, Besuchsdienste, Hauskrankenpflege, Notruftelefone, 24 Stunden-Betreuung, Kurzzeitpflege, Tageszentren über Senioren- und Pflegewohnhäusern bis hin zum Mobilen Hospiz.

 

Hilfsprojekt für kranke Obdachlose

Auch mit einem zweiten Sozialprojekt will die Caritas innovativ tätig sein: Menschen, "die zu gesund fürs Krankenhaus aber zu arm für die Straße sind" soll mit dem Caritas-Projekt "Kuwo" geholfen werden. Die Abkürzung steht für Kurzzeit-Wohnen und besteht zurzeit aus acht Betten - sechs für Männer, zwei für Frauen - in der Gruft II. Menschen, die unter normalen Umständen in häusliche Pflege entlassen werden würden, erhalten hier Verpflegung und Unterstützung. Die Betreuer der Caritas kontrollieren die Medikamenten-Einnahme, sorgen für regelmäßige ärztliche Untersuchungen und beraten die Klienten darüber hinaus in sozialen und rechtlichen Angelegenheiten.

 

Günter Wimmer, Leiter des Notquartiers "Gruft II" in Währing hofft, dass das Angebot erweitert wird. "Wir hätten das ganze Jahr Bedarf. 16 Betten wären unser Vorschlag gewesen." Laut der Tageszeitung "Kurier" (20. März) werde das Projekt Ende April evaluiert. Dann wird entschieden, ob das Angebot ausgedehnt wird.