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14.08.2014

C. S. Lewis: Der Prophet der Freude

Clive Staples Lewis: Einflussreicher christlicher Schriftsteller (20. Jahrhundert).

Clive Staples Lewis ist der „wohl einflussreichste christliche Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“, schreibt Alister McGrath, Professor für Theologie am King’s College in London, in seiner neuen Lewis-Biographie (erschienen im Brunnen-Verlag).


Atheist, dann Christ

Wer war C. S. Lewis? Zum einen der Schöpfer der fabelhaften Welt „Narnia“. Die sieben Bücher zählen nach wie vor zu den bekanntesten Kinderbüchern. Er war aber auch jener christliche Schriftsteller und Apologet („Verteidiger“) des christlichen Glaubens, dem es gelang, eine prächtige Vision der intellektuellen Kraft des christlichen Glaubens mitzuteilen und weiterzugeben.


Vielen gilt sein Buch „Pardon, ich bin Christ" als eines der einflussreichsten religiösen Werke des 20. Jahrhunderts. Lewis ist aber auch der Oxforder Hochschullehrer und Literaturwissenschaftler, der später der erste Inhaber des Lehrstuhls für Englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance in Cambridge wurde.


Lewis, am 29. 11. 1898 geboren und am 29. 1. 1899 in Irland getauft, war als jüngerer Mann – wie nicht nur damals vielerorts üblich  – Atheist, ehe er auch die intellektuellen Schätze des Christentums entdeckte.

 

1929 erlebte er seine „Bekehrung“ oder besser „Wiedererlangung des Glaubens an Gott". Lewis beschrieb diese Wende in seinem Buch „Überrascht von Freude". Er „gab zu, dass Gott Gott war und kniete nieder und betete; vielleicht in jener Nacht der niedergeschlagenste und widerwilligste Bekehrte in ganz England", schreibt McGrath. 1931 fasste Lewis seinen neuen Glaubensweg so zusammen: „Ich bin gerade vom Glauben an Gott zu einem entschiedenen Glauben an Christus ­– an das Christentum – übergegangen."


Der „Unterteufel"

Bekannt ist auch seine vielgelesene Teufelsparodie  „Dienstanweisung für einen Unterteufel", in der der schlaue Screwtape seinem Teufels-Lehrling tausend gute Gründe nennen will, warum das Christentum „einfach nicht wahr sein" kann.


Die „Chroniken von Narnia" erzählen von Entscheidungen, die zu treffen sind, von Recht und Unrecht, und von Herausforderungen, die zu bewältigen sind. Eine wichtige Rolle spielen auch Tiere, etwa der Löwe Aslan. In der biblischen „Offenbarung des Johannes" wird Christus als „Löwe aus dem Stamm Juda" bezeichnet. Indem Lewis Aslan als Christus-Typos gebraucht, reiht er sich ein in Christus-Gestalten der Literatur. „Harry Potter" enthält gleich mehrere solcher Motive, und auch „Gandalf" (aus: „Der Herr der Ringe" von Lewis’ Freund J. R. R. Tolkien) ist eine solche Christus-Gestalt. Kein Wunder, dass Aslan, der Löwe, durch die Hand der Weißen Hexe stirbt.


C. S. Lewis (am 22. 11. 1963 gestorben) ist ein prophetischer Denker; ein Prophet, der von der Schönheit und der Vernünftigkeit des christlichen Glaubens erzählt – in all seinen Büchern. Für junge und ältere Leserinnen und Leser.

Stefan Kronthaler