Das Obdachlosenheim "Gruft" in der Wiener Barnabitengasse soll bis Ende September 60 neue Betten bekommen.
"Zur Würde des Menschen gehört auch ein Bett", so Susanne Peter, Leiterin der Sozialarbeit in der Caritas-Obdachloseneinrichtung, gegenüber der "Wiener Bezirkszeitung" am Sonntag. Die Betten sollen die "oftmals harten Tage" für Obdachlose zumindest in der Nacht "etwas erträglicher" machen. Der derzeitige Ausbau ist Teil der mit 3,6 Millionen Euro angesetzten Umbaumaßnahmen.
Bisher dienten Matten als nächtliche Unterlage. "Wir hoffen sehr, dass die Umbauarbeiten von allen Leuten gut angenommen werden", so Judith Hartweger, Leiterin der Gruft. "Viele von ihnen haben beim Ausräumen der alten Gruft geholfen und freuen sich bereits darauf, wenn sie wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkönnen", erläutert Hartweger.
Die Wände unter der Mariahilfer Kirche erstrahlen bereits in hellem Weiß, die Böden sind teilweise fertig, alles ist im Zeitplan. Aber auch nach der Fertigstellung gibt es noch genügend Bedarf an Hilfe. Derzeit werden vor allem Kaffee und Essig sowie waschbare Wolldecken benötigt.