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20.01.2015

200. Geburtstag von Don Bosco: Großer Festreigen in Österreich

Jugendpatron und "Streetworker Gottes" war im 19. Jahrhundert Pädagogik-Revolutionär 

Mit einem großen Festreigen begeht die Don Bosco-Bewegung den 200. Geburtstag ihres Ordensgründers Giovanni "Don" Bosco (1815-1888). Im Blick auf den nahenden Gedenktag des Heiligen am 31. Jänner wurde in Wien ein Kalender von Aktivitäten präsentiert, die in den folgenden Monaten an den italienischen Priester, Erzieher und Sozialpionier erinnern.

 

Don Bosco ist ein lebendiger Heiliger, den Johannes Paul II. als "Vater und Lehrer der Jugend" bezeichnet habe, heißt es seitens des Salesianerordens. Auch Papst Franziskus, selbst ehemaliger Schüler der Salesianer, wird 2015 den "Streetworker Gottes" durch einen Besuch seiner Wirkstätte Turin würdigen.

 

Das Jubiläumsjahr sei ein "zusätzlicher Ansporn" für die mutige, konsequente und kompetente Fortsetzung der Arbeit des Gründers, erklärten die Provinzleiterin der Don Bosco Schwestern, Maria Maul, und Salesianer-Provinzial Petrus Obermüller in einer gemeinsamen Stellungnahme.

 

Zum Wohl der jungen Menschen weltweit - "besonders derjenigen, die besondere Hilfe benötigen, der Ärmsten und der Schwächsten unter ihnen" - solle die dem Orden übertragene Sendung "mit erneuerter Überzeugung und Entschiedenheit" gelebt werden.

 

In Österreich begeht der Orden die kommenden Monate bis zum eigentlichen 200. Geburtstag Don Boscos am 16. August mit zahlreichen Veranstaltungen unterschiedlicher Ausrichtung.

 

Dazu gehört u.a.

  • ein pädagogisches Symposium in Salzburg zum Thema "Herzenssache" am 6. März,
  • die ORF-Liveübertragung der Pfingstmesse am 24. Mai - im Orden zugleich Festtag "Maria, Hilfe der Christen" - aus der Don-Bosco-Kirche in Wien-Neuerdberg,
  • die Aufführung des von der Don Bosco-Schwester Sylvia Steiger geschriebene Musical "Giovanni Bosco - Live for Youth" auf Schloss Hartberg,
  • ein Film über das Leben Don Boscos sowie
  • eine Ausstellung über sein Wirken.

 

Zu den internationalen Feiern gehört neben der Turin-Reise des Papstes auch ein Jugendfest in Turin mit tausenden Jugendlichen im August, darunter 100 Teilnehmer aus Österreich. Der Salesianerorden betreibt zudem auf der EXPO in Mailand einen eigenen Pavillon.

 

"Unverbesserlicher Optimist"

Don Boscos Ruf sei zu Lebzeiten der eines "unverbesserlichen Optimisten" gewesen und er habe es "nur durch seine gehörige Portion Gottvertrauen" gewagt, in der Industriemetropole Turin arbeitslosen, inhaftierten oder anderwärtig sozial entwurzelten Jugendlichen zu helfen, heißt es in der Aussendung des Ordens. Der Priester holte die Jugendlichen von der Straße und nahm sie in einem offenen Jugendzentrum - dem "Oratorium" - auf, das nach den Grundprinzipien Geborgenheit, Freizeit, Bildung und Glaube ausgerichtet war. Immer habe er dabei in allen Menschen einen "guten Kern" gesucht und gesehen. Revolutionär für Don Boscos Zeit sei auch sein Erziehungsstil gewesen, der auf harte Strafen verzichtet und stattdessen auf Prävention sowie auf spürbare Liebe, Einsicht und Glaube gesetzt habe.