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05.02.2015

Wien: Prälat Rudolf Trpin gestorben

Er war Generalvikar in der Amtszeit Kardinal Groers und später Dompropst von St. Stephan.

Die Erzdiözese Wien trauert um Prälat Rudolf Trpin. Der frühere Dompropst von St. Stephan und einstige Generalvikar der Erzdiözese ist Donnerstagfrüh, 5. Februar 2015, im Alter von 86 Jahren in Wien verstorben.

 

"Der verstorbene Prälat Rudolf Trpin war ein ausgezeichneter Pfarrer und ein treuer Seelsorger. Er war Generalvikar, als ich Weihbischof wurde und auch noch zu Beginn meiner Amtszeit als Erzbischof. Prälat Trpin hat dieses Amt in schwerer Zeit mit großer Loyalität geführt und in den letzten Jahren sein Alter trotz nachlassender Kräfte vorbildlich getragen. Ich denke mit großer Dankbarkeit an die vielen Begegnungen und die Zusammenarbeit mit ihm zurück." , so Kardinal Christoph Schönborn.

 

"Treue zum Priestertum, zur Kirche und zum Papst"

Als Dompropst war Trpin von Juni 2001 bis Ende Mai 2008 Vorsitzender des Domkapitels von St. Stephan. Lange Jahre war er zudem als Domkustos tätig. 2001 zeichnete Johannes Paul II. Trpin 2001 mit dem Ehrentitel eines "Apostolischen Protonotars" aus. Kardinal Christoph Schönborn würdigte aus diesem Anlass Trpins "Treue zum Priestertum, zur Kirche und zum Papst".

 

Von 1986 bis 1995 - in der Amtszeit von Kardinal Hans Hermann Groer - war Trpin Generalvikar der Erzdiözese Wien. In dieser Zeit leitete er u.a. das von Groer auf Empfehlung des Priesterrates der Erzdiözese Wien einberufene Wiener Diözesanforum, einen kirchlichen Gesprächsvorgang auf breiter Basis, der zum Abbau innerkirchlicher Spannungen beitragen sollte.

 

Mann der Seelsorge

Trpin, der 1928 in Wien geboren wurde, verstand sich in erster Linie als Mann der Seelsorge. Nach der Priesterweihe 1952 war er zunächst fünf Jahre als Kaplan, danach 30 Jahre als Pfarrer in Kaiserebersdorf tätig. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Generalvikar war Trpin bis Sommer 2008 wieder Pfarrer in der Schwarzlackenau in Wien-Floridsdorf.

 

In seiner Amtszeit als Generalvikar baute Prälat Trpin u.a. auch die Partnerschaften zwischen der Erzdiözese Wien und den beiden benachbarten Diözesen Brünn (Brno) und Pressburg (Bratislava) auf. Er war auch wesentlich an der Gründung des "Ostfonds der Erzdiözese Wien" beteiligt, den er auch leitete. Der Fonds wurde 1991 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begründet, um Projekte zum Wiederaufbau kirchlicher Strukturen in den Reformstaaten zu unterstützen.