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11.02.2015

„Da muss ich erst daham fragen"

Columban Luser wollte schon mit 10 Jahren Priester werden

Ich bin in einem Elternhaus groß geworden, das nicht ausdrücklich religiös geprägt war“, erzählt Columban Luser.

 

Sein Religionslehrer in der Stockerauer Volksschule erkennt in dem 10-Jährigen die Befähigung für eine geistliche Berufung. „Er hat mich angesprochen, ob ich Priester werden will“, erinnert sich der als Gerhard Getaufte, „ich habe gesagt: ,Da muss ich erst daham fragen‘“. Was zu Hause gesagt wurde, ist längst vergessen.

 

Jedenfalls kommt Gerhard in das Seminar nach Hollabrunn, wo er maturiert. „Mir war klar, das Priestertum ist mein Weg“, so Luser. Er arbeitet als Laientheologe in Wien und ist auf der Suche: „Wo gehöre ich hin, wo kann ich mich integrieren? Orden waren für mich eigentlich überhaupt kein Thema“, erinnert er sich.


Dann tritt ein Maturakollege bei den Benediktinern in Stift Göttweig ein und es wächst eine Beziehung zum Stift. 1976 ist es auch für Gerhard Luser die nächste Berufungsetappe. „Ich habe mir das vorher nicht sehr oft angeschaut, sondern bin bald eingetreten und habe den normalen Weg beschritten“, sagt er und meint: Noviziat, Theologiestudium, Priesterweihe.


Den Ordensnamen Columban wählt er nach einem irischen Wandermönch. Luser ist an verschiedensten Plätzen in der Seelsorge tätig, ehe er 2009 zum Abt gewählt wird. „Wenn ich etwas nicht werden wollte, dann Abt“, gesteht er lächelnd, „ich habe aus einem inneren Gehorsam angenommen und betrachte es als Herausforderung Gottes.

 

Ich versuche, mein Bestes zu geben und das Amt in Verantwortung meiner Gemeinschaft und Gott gegenüber zu leben.“