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12.02.2015

Vor Missbrauch wird gewarnt

Glaube konkret - von P. Karl Wallner OCist

Natürlich ist das Lachen ein Gottesgeschenk!

 

Aber Achtung! Es kann auch vom Teufel missbraucht werden. Lachen ist nicht automatisch gut:

  • Ver-Lachen bedeutet Spott,
  • Be-Lächeln bedeutet Verletzung,
  • Aus-Lachen bedeutet Mobbing und
  • Ge-Lächter ist meist nur oberflächlich.

Wegen dieser Vieldeutigkeit des Lachens berichten die Evangelien nichts über ein Lachen Jesu.   

 

  • Freilich: In der barocken Sakristei meines Klosters zeigt ein Deckenfresko Jesus mit einem lachenden Smiley-Gesicht. Jesus an der Decke unserer Sakristei lacht, weil er gerade auf dem Tabor verklärt wird. Lachen ist ein Gottesgeschenk, wenn es sich auf Sinnvolles und Gutes bezieht. Dieses Sinnerfüllte ist urchristlich!


Ja, uns ist sogar das Sinnvollste geschenkt, das man sich vorstellen kann: Wir sind durch Christi Tod und Auferstehung erlöst.

 

Früher waren die Priester verpflichtet, das Volk in der Osterzeit durch die Predigt zum Lachen zu bringen. Zum „Risus paschalis“ haben wir allen Grund, es ist das Osterlachen darüber, dass unser Leben nicht zum Teufel geht, sondern zu Gott.

 

Und zu Ostern ertönt auch der liturgische „Jodler“, auf den wir in der Fastenzeit tunlichst verzichten, am Allerfröhlichsten: das Halleluja! „So freut euch doch über euren Gott!"