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16.02.2015

Kirchen laden zum zehnten Mal zur "Aktion Autofasten"

Bereits 15.700 Personen für Klimaschutzaktion in der Fastenzeit angemeldet.

Bereits zum zehnten Mal rufen die Katholische und Evangelische Kirche heuer zum "Autofasten" auf. Die Kirchen appellieren an die Österreicher, in der Fastenzeit auf Auto-Alternativen wie Bahn, Bus oder das Fahrrad umzusteigen oder auch die eine oder andere Wegstrecke zu Fuß zu gehen.

 

Wer sich für die Teilnahme auf der Plattform www.autofasten.at registriert, erhält einen wöchentlichen Newsletter, Zugang zu einem Autofasten-Tagebuch und zu einem Mobilitätskalender, der über die eingesparten Autokilometer die Höhe der CO2-Einsparungen berechnet. Als Motivationshilfe winken zudem die kostenlose Rechtsschutz-, Haftpflicht- und Unfallversicherung beim Verkehrsclub Österreich und die Teilnahme an einer Verlosung von Urlaubs- und Bahnpreisen.

 

Bereits 15.700 Personen angemeldet

Aktuell haben sich bereits rund 15.700 Personen für die Aktion angemeldet, wie Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien, bei der Auftaktpressekonferenz am Montag im neuen Wiener Hauptbahnhof informierte. Im zehnten Jahr des Bestehens der Aktion hoffe man zudem, insgesamt auf zehn Millionen eingesparte Autokilometer zu kommen.

 

Wer sich an der Aktion beteiligt, handle menschenfreundlich, schöpfungsfreundlich und gottesfreundlich, so der Wiener Weihbischof Franz Scharl bei der Pressekonferenz. Es brauche eine neue, umweltverträglichere Lebensweise, so der Bischof. Mit der "Aktion Autofasten" könne jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ergänzte Andrea Kampelmühler, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche in Wien.

 

Dank an die Kirchen

Die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou dankte den Kirchen für die Initiative und ihren Einsatz für den Klimaschutz. Es gehe beim Autofasten nicht so sehr um den Verzicht auf das Auto sondern darum, neue Mobilitätsperspektiven zu entdecken, so Vassilakou. Scharl, Vassilakou und Vertreter von Bahn und Umweltministerium verteilten im Anschluss an die Pressekonferenz in und rund um den neuen Hauptbahnhof Äpfel und Autofasten-Folder an Pendler und Passanten.

 

Als prominenten Unterstützer konnte die Verantwortlichen der Aktion Autofasten heuer Christoph Strasser gewinnen. Der Extremsportler hat mehrmals das "Race Across America" gewonnen, ein Langstrecken-Radrennen über rund 5.000 Kilometer quer durch die USA. Jeder gesunde Mensch könne "sein Auto öfters gegen das Fahrrad tauschen und somit die Umwelt entlasten und etwas Gutes für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit tun", so Strasser.

 

Hinter der österreichweiten "Aktion Autofasten" stehen in erster Linie die Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche in Österreich. In jedem Bundesland gibt es solche Umweltbeauftragte bzw. auch viele weitere ehrenamtlich Aktive in den Pfarren. Viele Aktionen der Umweltbeauftragten werden ökumenisch durchgeführt. In Wien, Graz , Salzburg und Innsbruck finden im Rahmen der Aktion auch verschiedene Veranstaltungen statt.