Großen Nachholbedarf habe Österreich bei der Gestaltung eines effizienteren öffentlichen Verkehrs, so der Tenor der Autofaster und Autofasterinnen beim Symposium zum Jubiläum der Aktion "10 Jahre Autofasten - befreit unterwegs" am Freitag, 20. Februar 2015 in Wien. Aufgabe der Aktion der Umweltbeauftragten der katholischen und der evangelischen Kirche sei die Bewusstseinsbildung hin zu einer gesundheits- und umweltfreundlichen Alternative zum Autofahren. Schlecht ausgebaute und gefährliche Radwege verhinderten aber eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens, so Tadej Brezina von der TU Wien.
Der Verzicht auf das Auto während der Fastenzeit gebe Gelegenheit, die Notwendigkeit eines Autos zu überprüfen und Alternativen wie Fahrgemeinschaften zu überdenken, so ein Tiroler Autofaster. Einen Beitrag für die Umwelt und die eigenen Gesundheit zu leisten, motiviert auch zwei Wiener Autofaster, zudem müsse kein Parkplatz mehr gesucht werden, sagten sie. Eine Infrastruktur zu schaffen, die Gefahren für Radfahrer und besonders Kinder in Fahrradanhängern minimiere, sei aber unbedingt notwendig.
In Zukunft werde es zu einer stärkeren Verbindung von Nachhaltigkeitsthemen kommen, sind sich die österreichischen Initiatorinnnen der Aktion - Hemma Opis-Pieber, Margit Leuthold, Lisa Rücker und Eva Westhauser - sicher. Regionale Wirtschaftskreisläufe, gesunde Ernährung und nachhaltige Mobilität bedingen einander.
Seit dem Start der Aktion im Jahr 2005 hat sich Autofasten zu einer Initiative mit 15.700 Followern entwickelt. Zu diesem Erfolg gratulierten Petra Völkl vom Lebensministerium und Martina Daim vom Klimabündnis Österreich, bei der Jubiläumsfeier in der Pfarre St. Elisabeth im 4. Wiener Gemeindebezirk. Den Abschluss der Feier bildete das Kabarettisten Duo Imo Trojan und Oliver Hochkofler. Dazu gab es ein Buffet vom Biohof Adamah.