Mittwoch 14. Oktober 2026

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Eine Stimme gegen das Verhungern

Kardinal Theodor Innitzer und der Holodomor

Es gehört zu den bemerkenswertesten und heute wenig bekannten Kapiteln im Leben des Wiener Erzbischofs Theodor Innitzer. Im Sommer 1933, auf dem Höhepunkt einer der größten von Menschen verursachten Hungerkatastrophen des 20. Jahrhunderts, erhob der Wiener Kardinal öffentlich seine Stimme für die hungernden Menschen in der Sowjetunion und besonders in der Ukraine.

Karte Europa und Naher Osten.

Wiener Spuren in der Weltkirche: Aufbruch, Reform und Orientierung (1900–heute)

Das 20. Jahrhundert stellte die Kirche vor ungeahnte Herausforderungen – Diktaturen, Krieg, Wiederaufbau, das Zweite Vatikanische Konzil, gesellschaftliche Liberalisierung und neue globale Fragen. Auch in dieser Zeit wirkten aus Wien und seinem Umland Persönlichkeiten, die weit über die Grenzen der Erzdiözese hinaus Verantwortung übernahmen: Konzilsbischöfe, Militärseelsorger, moraltheologische Wegbereiter, Archivare des Vatikans, missionarische Gestalten und sozial engagierte Hirten.

 

Der dritte Teil der Serie zeigt, wie aus dem Herzen Wiens Stimmen hervorgingen, die die Kirche zwischen Tradition und Reform navigierten, Dialogräume öffneten und in der Weltkirche Verantwortung übernahmen – von den frühen Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart einer global vernetzten Kirche.

Antike Karte Europa aus dem Jahr 1895.

Zwischen Aufklärung und Weltmission: Wiener Bischöfe im Zeitalter der Umbrüche (1700–1900)

Vom verbotenen Christentum im China des 18. Jahrhunderts bis zu den politischen Spannungsfeldern des Josephinismus und den geistigen Aufbrüchen der Moderne: Die Wiener Kirche brachte in dieser Zeit Persönlichkeiten hervor, die die Grenzen der Monarchie weit überschritten.

 

Jesuitenmissionare, Hofprediger, Staatsbischöfe, Reformtheologen und Diplomaten prägten eine Epoche zwischen Tradition und Neubeginn. Dieser zweite Teil der Serie führt durch ein Jahrhundert der gewaltigen Umbrüche – dorthin, wo Wiener Priester als Vermittler zwischen Rom und Habsburgerhof agierten, als Reformer Diözesen neu ordneten, in Revolutionen Stellung bezogen oder als Missionare den Horizont der Weltkirche erweiterten. Eine Phase, in der Wien nicht nur Zentrum des Reiches war, sondern geistlicher Knotenpunkt einer Kirche im Wandel.