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Tu BiSchwat

10. FEBRUAR

15. SCHWAT 5780

Am 10. Februar ist Tu BiSchwat, das jüdische Fest der Bäume! Warum der Mensch in gewisser Hinsicht wie ein Baum ist, erfährst du hier.

 

In der Torah wird der Mensch mit einem Baum in einem Feld verglichen. Starke Wurzeln, der Glaube und die Verbindung zum Allmächtigen, bringen Früchte – Torah und Mitzwot – hervor.

Man bezeichnet den heutigen Feiertag, welcher am 15. Tag des Monats Schwat begangen wird, auch als das Neujahr der Bäume da an diesem Tag in der Regel die ersten Bäume im Heiligen Land zu sprießen beginnen. Früchte welche vor diesem Tag wachsen werden als Erzeugnis des vergangenen Erntejahres betrachtet. Genau zu wissen wann ein landwirtschaftliches Jahr beginnt war in biblischen Zeiten von großer Bedeutung. Felder wurden in einem sieben-Jahres-Zyklus bestellt. Im ersten, zweiten, vierten und fünften Jahr des Zyklus mussten Landwirte mit einem Zehntel ihrer Erzeugnisse nach Jerusalem pilgern, um sie dort selbst einzunehmen. Im dritten und sechsten Jahr des Zyklus wurden die Zehntel an Arme verschenkt. Jedes siebte Jahr hingegen war alles was auf den Feldern wuchs zur freien Entnahme bestimmt. Zu wissen wann das „Obst-Jahr“ beginnt war also nicht unwichtig!

Heute ist Tu BiSchwat vor allem ein Tag an welchem man sich mit Umweltfragen auseinandersetzt. Obwohl heute der biblische Erntezyklus nicht mehr so wichtig ist wie einst, ist die Bedeutung des Feiertags so aktuell oder vielleicht noch größer als je zuvor.

Fact: Zu Tu BiSchwat ist es üblich Obstsorten aus dem Heiligen Land zu essen, etwa Granatäpfel, Datteln oder Feigen. Man pflanzt auch vor allem an diesem Tag Bäume. In Israel nehmen jedes Jahr bis zu eine Million Menschen an gemeinschaftlichen Pflanzungen teil!

JöH, MJM

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